UNSERE GESCHICHTE

Manchmal schreibt man Geschichte, ohne es zu ahnen. Eine kleine Tat setzt eine Ereigniskette in Gang, die sich noch 200 Jahre später entfaltet. Genau das passierte an einem Frühjahrstag im Jahr 1817. In einem kleinen Ladengeschäft in Hamburg Altona klingelte die Türglocke. Ein junger Mann mit modisch geschnittenem Mantel und gepflegtem Vollbart betrat das helle Geschäft mit knarzendem Holzboden. Es war unser erster Kunde.

Der Besuch­er staunte über die große Auswahl: Mel­o­nen, Zylin­der, Schieber­mützen und etliche weit­ere Hüte und Mützen füll­ten die Regale. Nico­laus Dub­bers, der Betreiber des neu eröffneten Ladens, ver­suchte, sich seine Aufre­gung nicht anmerken zu lassen. Es war seine Vision für jeden Kopf den passenden Hut zu bieten. Und hier war seine erste Gele­gen­heit. Wenig später ver­ließ der Kunde mit ein­er Hutschachtel unter dem Arm und einem zufriede­nen Lächeln im Gesicht das Geschäft. Was er nicht wusste: Er hat­te soeben unseren ersten Hut erstanden.

Dub­bers war begeis­tert. Beflügelt durch die ersten Erfolge erweit­erte er die Pro­duk­tion und holte auch seine Söhne Johann und Eduard Dub­bers sowie den Schwiegersohn Theodor Fer­di­nand Wegen­er an Bord. Wegen­ers Söh­nen, Robert und Max­i­m­il­ian, wurde später die tech­nis­che und kaufmän­nis­che Leitung über­tra­gen. 1884 ver­legten sie die Fir­ma nach Blitzenrode/​Lauterbach in Hes­sen, wo eine abge­bran­nte Spin­nerei zum Verkauf stand. Ein ide­al­er Ort um die Pro­duk­tion zu erweit­ern. Und das Beste daran: zu dem Gelände gehörte ein Bach, der wertvolle Wasserkraft für die Pro­duk­tion lieferte.

 

Wenig später ver­ließ der Kunde mit ein­er Hutschachtel unter dem Arm und einem zufriede­nen Lächeln im Gesicht das Geschäft. Was er nicht wusste: Er hat­te soeben unseren ersten Hut erstanden.

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Das näch­ste Kapi­tel kon­nte begin­nen. Häuser für Mitar­beit­er wur­den errichtet und sog­ar ein Schwimm­bad gebaut. Als 1888 der Grün­der auss­chied, wech­selte auch der Name von ​„N.H. Dub­bers“ zu ​„Haarhut­fab­rik R. & M. Wegen­er“. Erhal­ten blieb sein Cre­do ​„Für jeden Kopf die passende Kopfbedeckung“. 

Heute kom­men unsere Kun­den aus der ganzen Welt. Es sind Pri­vate Label-Einkäufer, Marke­nun­ternehmen auf der Suche nach einem Part­ner für die Lizen­zpro­duk­tion oder große Organ­i­sa­tio­nen, die Kopf­be­deck­un­gen für ihre Mitar­beit­er benöti­gen. Rund 1,9 Mil­lio­nen Kopf­be­deck­un­gen ver­lassen jährlich unsere Zen­trale in alle Himmelsrichtungen.

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Neben ein­er kleinen Eigen­pro­duk­tion in Lauter­bach, die sich auf wenige hochw­er­tige Pro­duk­te wie Haarhüte oder Gore-Tex-Hüte beschränkt, pro­duzieren wir unsere Pro­duk­te haupt­säch­lich in Ital­ien, Polen und Chi­na und blick­en hier auf eine langjährige ver­trauensvolle Beziehung mit unseren Liefer­an­ten zurück. Unsere fer­ti­gen Kollek­tio­nen präsen­tieren wir auf inter­na­tionalen Messen wie in Moskau, Paris, Düs­sel­dorf und Berlin. 

Diese Entwick­lung ver­danken wir vor allem Hans Theodor Wegen­er, der unseren Fam­i­lien­be­trieb die let­zten 40 Jahre geführt und geprägt hat. Neben ein­schlägi­gen wirtschaftlichen Erfol­gen, hat er die Marke weit­er inter­na­tion­al­isiert, bekan­nte Schaus­piel­er wie Moritz Bleib­treu und sog­ar die deutschen Olym­pi­oniken mit Wegen­er Pro­duk­ten aus­ges­tat­tet. Vor allem aber hat er neue Meilen­steine im sozialen Engage­ment von Wegen­er geset­zt. Sein unternehmerisches, soziales Han­deln wurde u.a. mit dem ​“Mein Gutes Beispiel”-Preis von Liz Mohn und der Ber­tels­mann Stiftung ausgezeichnet.

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Generationen­wechsel

Die erste Frau an der Spitze

2019 hat seine Tochter, There­sa Wegen­er, die Geschäfts­führung in 7. Gen­er­a­tion über­nom­men. Sie ist die erste Frau an der Spitze des Fam­i­lienun­ternehmens. There­sa ist mit der Fir­ma aufgewach­sen, hat die Entwick­lung von klein auf ver­fol­gt und schon par­al­lel zu Schule und Studi­um in den ver­schiede­nen Abteilun­gen mit­gewirkt. Aus Begeis­terung für das Unternehmer­tum und aus Liebe zum Pro­dukt, ist ihr die Entschei­dung leicht gefall­en die Nach­folge anzutreten.

 

Aus Begeis­terung für das Unternehmer­tum und aus Liebe zum Produkt …

Lauter­bach bleibt dabei der Dreh- und Angelpunkt. Von der Desig­nen­twick­lung über die Begutach­tung aller Stoffe bis zur Qual­ität­skon­trolle, Lagerung und Aus­liefer­ung laufen hier alle Fäden zusam­men. Das bedeutet für die junge Geschäfts­führerin jedoch nicht, dass alles beim Alten bleiben muss. Im Gegen­teil: ​„Ein­fach weit­er so“ wäre zu wenig, um das Unternehmen in die Zukun­ft zu führen. Es geht darum, die Brücke zwis­chen Tra­di­tion und Zukun­ft­s­the­men zu schla­gen. Mit dem Launch der neuen Web­site und dem Auf­bau der Eigen­marke stellt There­sa Wegen­er bere­its die Weichen für die näch­sten 100 Jahre R. & M. Wegener.

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